Wie ist das mit dem Fernsehen? – Goldene Regeln von schau-hin.info

Auf schau-hin.info gibt es eine große Kategorie schauen in der es viel Wissenswertes zu den Themenbereichen Streaming, Mediathek & Co – Fernsehen im Internet; Tipps für Fernsehanfänger; Gewalt in Film & TV; Faszination Castingshows – was Eltern wissen sollten; Scripted Reality – Alles echt, oder?  und Altersfreigaben für Filme und Sendungen gibt. Darüber hinaus werden dort Elternfragen beantwortet und es finden sich Film- und Programmtipps. Besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang die Kategorie Goldene Regeln.

Bei den Goldenen Regeln handelt es sich um einfache Tipps für den Alltag, mit denen Sie Ihr Kind bei der Fernsehnutzung unterstützen können. Untergliedert in die Kategorien 3-6 Jahre, 7-10 Jahre & 11-13 Jahre findet sich für jede Altersstufe die passende Empfehlung. Hier ein kleiner Regelauszug:

3-6 Jahre

Schauen sie gemeinsam

Der Fernseher eignet sich nicht als Babysitter. Schauen Sie, sooft es geht, gemeinsam mit Ihrem Kind fern. Vor allem Vorschul- und Grundschulkinder benötigen unsere Begleitung. Bekannte Formate und Videos, von denen Sie wissen, dass Ihr Kind damit gut zurechtkommt, kann Ihr Kind gelegentlich auch alleine anschauen.

Vor Überforderungen schützen

Zu aufregende Sendungen sind für Vorschulkinder ungeeignet. Aber auch bei kindgerechten Sendungen können einzelne Szenen den Fernsehanfängern zu viel zumuten. Hier ist es wichtig, dass Sie auf die Signale Ihres Kindes reagieren und ihm bei Bedarf mit Erklärungen oder Trost zur Seite zu stehen.

Fernsehen ist kein Druckmittel

Das Fernsehen sollte nicht als Mittel für Belohnung und Strafe eingesetzt werden. Dem Medium wird dabei eine Bedeutung verliehen, die mit dem eigentlichen Grund der Bestrafung (z.B. das Zimmer wurde nicht aufgeräumt) nichts zu tun hat. Das Interesse am Fernsehen wird durch das Verbot noch gesteigert.

7-10 Jahre

Bleiben Sie in der Nähe

Der Fernseher eignet sich nicht als Babysitter. Schauen Sie, sooft es geht, gemeinsam mit Ihrem Kind fern. Vor allem Vorschul- und Grundschulkinder benötigen Begleitung. Bekannte Formate und Videos, von denen Sie wissen, dass Ihr Kind sie gut verkraftet, kann es gelegentlich auch allein ansehen. Gut ist, wenn Sie als Ansprechpartner in der Nähe sind.

Vereinbaren Sie klare Regeln für die Nutzungszeiten

Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern klare Regeln, wann, wie lange und was sie im Fernsehen gucken dürfen und achten Sie auf die Einhaltung der Vereinbarung. Schon aus diesem Grund gehört ein Fernseher nicht ins Kinderzimmer, da in diesem Fall eine sinnvolle Kontrolle kaum noch möglich ist. Wichtig ist aber in jedem Falle eine Richtlinie, die Sie Ihrem Kind mit auf den Weg geben. Wenn möglich, können Sie Ihrem Kind bereits jetzt in kleinen Schritten Verantwortung übertragen, selbst auf die Zeiten zu achten. ‚
Zur Orientierung:
6 bis 9 Jahre: nicht mehr als eine Stunde pro Tag.
Für Kinder ab 10 Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an. Dieses sollte etwa neun Stunden die Woche nicht überschreiten.
Ihr Kind geht inzwischen verantwortungsvoll mit den verabredeten Zeiteinheiten um? Dann spricht nichts dagegen, dass Ihr Kind mit Ihnen vereinbart, wie es sich seine Medienzeit über eine gesamte Woche einteilt.

Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus

Ihr Einfluss auf Ihr Kind verändert sich mit zunehmendem Alter: Spätestens ab Mitte des Grundschulalters werden die Gleichaltrigen wichtiger und die Kinder orientieren sich dann verstärkt an Freunden und Freundinnen, mit denen sie ihre Zeit verbringen. Tauschen Sie sich deshalb mit anderen Eltern z.B. über die Themen Fernsehkonsum, TV-Werbung, Castingshows oder Gewaltdarstellungen aus.

11-13 Jahre

Bauen Sie eine Vertrauenssituation auf

Kinder in diesem Alter wollen öfter alleine fernsehen oder gemeinsam mit Freunden Sendungen (Sportsendungen, Musikshows, Rateshows) anschauen. Wenn Sie dabei weiterhin darauf achten, wie Ihr Kind reagiert und sich verhält, dann spricht auch nichts dagegen, mal eine Sendung alleine anzuschauen. Bleiben Sie aber in der Nähe und seien Sie weiterhin Ansprechpartner für Ihr Kind. Bauen Sie eine Vertrauenssituation auch in punkto Mediennutzung mit Ihrem Kind auf.

Leiten Sie Ihr Kind an zu einer souveränen und kritischen Nutzung

Versuchen Sie, Ihre Kinder dabei zu unterstützen, das Fernsehen selbständig und kritisch zu nutzen. Billigen Sie älteren Kindern mehr Freiheiten zu, tauschen sie sich aber auch intensiv über Qualität, Nutzen und Funktion von TV-Sendungen und anderen Medienangeboten aus. Spätestens im fortgeschrittenen Jugendalter sollten Kinder gelernt haben, innerhalb der Grenzen des Jugendschutzes souverän und eigenständig mit Medien umzugehen.

Den Tagesablauf nicht diktieren lassen

Unterstützen Sie Ihr Kind darin, dass es sich seinen Tagesablauf nicht von den Programmangeboten im Fernsehen diktieren lässt. Besprechen Sie Alternativen, wie Sendungen aufgezeichnet werden oder in den Mediatheken der Senderanstalten zu einem anderen Zeitpunkt angeschaut werden können. Gründe, alles stehen- und liegen zu lassen oder Pflichtaufgaben nicht zu erfüllen, gibt es damit nicht mehr.

Die kompletten Goldenen Regeln finden Sie auf schau-hin.info/informieren/schauen/goldene-regeln/
Dort können die Regeln auch direkt ausgedruckt werden.

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